Sonntag, 31 August 2014 22:00

Bergturnfahrt Göscheneralp 2014

Am 30./31. August 2014 starteten die Männerriegler aus Opfikon zur traditionellen Berg-Turnfahrt.

 

Samstag 30. Aug.

08’00 Uhr - Bahnhof Glattbrugg. Pünktlich standen 22 berucksackte Männer bereit und harrten der Dinge die da kommen werden.
Mit der S 5 ging’s zum HB Zürich und von da im von Martin reservierten, leider nicht vorhandenen SBB-Abteil nach Göschenen. Aber man ist ja flexibel.

Erster Halt im Hotel zum weissen Rössli mit Kaffee und Gipfeli die zuerst in der Bäckerei geholt werden mussten. Hier stiessen auch Hansueli Bigler und Willi Meister zu uns.
Um zahlreiche Kurven brachte uns der Postchauffeur mit viel „dü dä do“ zum Berggasthaus Dammagletscher auf 1783 M/über Meer. Der Nebel hing dicht über den Bergen und von der „schönen Aussicht“ war nichts zu sehen. Alles nur grau in grau.
Nach dem Zimmerbezug und der Rucksackerleichterung standen 21 Männer bereit. Reiseleiter Martin gab das Zeichen zum Aufbruch für die Rundwanderung um den Göscheneralp-See. Weder Grau noch Nebel konnte sie davon abhalten.
Hinter dem Damm wand sich der Bergpfad ziemlich steil über Stock und Stein nach oben bis zum höchsten Punkt auf über 2000 M/über Meer. Während dem Aufstieg lichtete sich der Nebel immer mehr und gab nach und nach den Blick auf den See und die wunderschöne Bergwelt frei. Wie schön ist doch die Welt, dabei vergass man schnell die Mühe des Aufstieges.
Kurze Rast und Tenue-Erleichterung, denn der Aufstieg trieb manch einem den Schweiss auf die Stirne. Die Sonne machte sich dabei ebenfalls wärmend bemerkbar.
Wer aufsteigt, muss auch absteigen. Der Bergpfad führte über eine ausgedehnte Geröllhalde und mit Ketten gesicherten Felsflanken hinunter auf Vorder Röti, unserem Mittags-Rastplatz. Hier wird ausgiebig gefuttert, denn der Hunger machte sich schon längere Zeit bemerkbar.

Mit vollem Magen gab’s nochmals einen Aufstieg auf 1951 Meer. Über Alpweiden, zwischen Felsen und entlang von Moorseen wand sich der Weg hinunter, zurück zur Unterkunft und zum lange ersehnten Bier auf der noch sonnenbeschienen Terrasse.
Hier trafen wir wieder mit den Kollegen zusammen, denen die Gesamtwanderung zu anstrengend war. Zu dritt unternahmen diese den steilen Aufstieg auf das Hochplateau und genossen dort den herrlichen Rundblick auf den Stausee, die Alpenwelt und den Gammagletscher.
Auch der auf der grossen Wanderung „verlorene Sohn“ Gilles war heil und gesund zum Berggasthaus zurückgekehrt.
Nach einer ausgiebigen Wasch-oder Duschprozedur trafen wir uns um 19’00 Uhr zum Nachtessen. Die Küchen- und Servicecrew verwöhnte uns mit einer feinen Suppe, einem tollen Teller mit Fleisch, Gemüse und Teigwaren, sowie einem Dessert aus Halbgefrorenem. Der Rotwein schmeckte herrlich und es wurde damit auch kräftig angestossen.
Mit munteren Gesprächen klang der Abend, für manche früher, für einige etwas später aus.


Sonntag 31. August

Pünktlich um 08’00 Uhr öffnete die Wirtin des Berggasthauses Dammagletscher die Türe zum Speisesaal. Das gebotene Frühstücks-Buffet liess keine Wünsche offen und es wurde herzhaft zugegriffen, stand doch eine längere Wanderung bevor. Der Himmel war wolkenverhangen, aber Regen war nicht zu erwarten.
Gut gestärkt brach die gesamte Mannschaft um 09’30 Uhr auf zum Abstieg nach Göschenen. Steil dem Staudamm und der Göschener-Reuss entlang wand sich der Weg tiefer in’s Tal. Immer wieder wurde eine willkommene kurze Rast eingelegt. Ganz Müde hatten hier die Möglichkeit zur Weiterfahrt mit dem Postauto.
Langsam meldete sich schon wieder der Hunger denn die Uhr zeigte gegen 12’00 Uhr. Der wunderschöne Picknick-Platz auf Bonen, 1320 M/über Meer, war geradezu ideal für eine längere Rast.
Die schon anwesenden Personen räumten eiligst einige Sitzplätze, damit wir alle bequem sitzen konnten. Aus den Gesprächen ergab sich, dass hier eine Familienfeier stattfand und noch einige weitere Gäste erwartet wurden, die dann nach und nach eintrafen.
Jeder plünderte seinen Rucksack, denn Wandern macht sehr hungrig und durstig. Für einige gab’s noch einen Apéro, da bei der feiernden Familie noch Weisswein übrig geblieben war.
Ausgeruht und gestärkt kam der restliche Abstieg unter die Füsse. Doch halt, zuerst musste noch das obligate Gruppenfoto in den Kasten. Sepp Indergand, ein Mitglied der Feierfamilie, knipste und filmte munter drauflos. Stehend und marschierend „verewigte“ er uns über eine längere Wegstrecke auf Hansuelis und Heinzens Kamera.
Der Wanderweg wurde nun etwas „bequemer“ und so kamen alle zügig voran. Gegen 15’00 Uhr setzten sich auch die „Schlussleute“ der Gruppe auf der Terrasse des weissen Rössli auf einen weichen Stuhl. Alles war gut, ohne Probleme und ohne Regen gelaufen.
Noch ein kurzer Fussmarsch zum Bahnhof. Kaum war das schützende Bahnsteig-Dach erreicht, goss es wie aus Kübeln. Hatten wir doch beide Tage ein grosses Glück.
Mit etwas Verspätung brachte uns der Interregio zum Zürcher HB und die S 5 nach Glattbrugg zurück. Zwei wunderschöne, erlebnisreiche Tage gingen hier leider all zu schnell zu Ende.
Herzlichen Dank den Organisatoren Martin, Karl und Hansueli für die super Organisation.

Franz Weber  Männerriege

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